Afinger, Bernhard

Aus Stadtlexikon-Bonn

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Johann Bernhard Afinger (* 6. Mai 1813 in Nürnberg; † 25. Dezember 1882 in Berlin) war ein bekannter Bildhauer des 19. Jahrhunderts.

Der Sohn eines armen Webers machte eine Lehre als Klempner (Spengler) und ging dann sieben Jahre auf Wanderschaft. Von 1838 bis 1840 war er in einer Nürnberger Silberplattenfabrik tätig und studierte nebenher an der Königlichen Kunstschule. Seit 1840 arbeitete er in Berlin, wo er 1846 eine eigene Werkstatt eröffnete. 1874 wurde er Mitglied des Senats der Berliner Akademie der Künste und Professor. Berühmt wurde er vor allem für seine Portraits.

Bernhard Afinger schuf mehrere Werke für Bonn: Das Ernst-Moritz-Arndt-Standbild am Alten Zoll, enthüllt am 29. Juli 1865, den Christusbrunnen (1873) mit den vier Evangelisten auf dem Stiftsplatz, die Marmorbüste des Psychiaters Christian Friedrich Nasse (1856), die Bronzebüste des Domkapitulars Johann Baptist Baltzer (1876), das Bildnismedaillon des Historikers Friedrich Christoph Dahlmann sowie die Medaillons des Fabrikanten Nis Clason (1863) und seiner Frau M. Henriette Clason (1862), alle auf dem Alten Friedhof.