Clemens, Klaus

Aus Stadtlexikon-Bonn

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Klaus Clemens (* 26. Februar 1908 in Beuel; † 18. Dezember 1930 in Bonn), Bonner SA-Mann.

Clemens wurde am am 7. Dezember 1930, dem »blutigen Sonntag«, bei Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten vor der Beethovenhalle durch einen Kopfschuss so schwer verletzt, dass er am 18. Dezember seinen Verletzungen erlag. Die Nazis stilisierten ihn zum »Bonner Blutzeugen« und „Märtyrer der Bewegung“ und benannten 1933 neben der Jugendherberge Ecke Poppelsdorfer Allee/Quantiusstraße mehrere Straßen (die Dyroffstraße, die Gotenstraße in Godesberg und die Simonstraße in Oberkassel) und sogar die Alte Rheinbrücke nach ihm.

Des Mordes beschuldigt wurde der Bonner Kommunist Josef Messinger, der am 11./12 Juli 1933 in der Haft an den Folgen der Folter starb.