Custodis, Bernhard

Aus Stadtlexikon-Bonn

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bernhard Custodis

Bernhard Custodis (* 1. Nov. 1876 in Köln; † 19. Juli 1951 in Bonn), Geistlicher Rat, Pfarrer an St. Elisabeth in Bonn 1910–1951.

Bernhard Custodis war der Sohn des Geh. Justizrats Karl Custodis (1844–1925) und der Katharina geb. Braubach (1853–1918). Er hatte zunächst Rechtswissenschaften studiert und das Referendarexamen abgelegt, ehe er sich der Theologie zuwandte. Nach der Priesterweihe in Köln (24. August 1901) war er zwei Jahre Kaplan in Aachen. Von 1903 bis 1905 studierte er in Rom, wurde zum Dr. jur. can. promoviert und war dann noch zwei Jahre Vizerektor des deutschen Kollegs, der »Anima«, in Rom. Nach Deutschland zurückgekehrt, erhielt er eine Kaplanstelle in Beuel, wo er sich auch der italienischen Arbeiter annahm.

Am 15. Dezember 1909 zum Rektor der neu zu gründenden Elisabethgemeinde in der Südstadt ernannt, leitete er die 1912 zur selbständigen Pfarrei erhobene Gemeinde bis zu seinem Tod 1951. Er wurde auf dem Kessenicher Bergfriedhof beigesetzt (24. Juli 1951).

Nach ihm benannt ist die Bernhard-Custodis-Straße an der Elisabethkirche. Ein Bronzebildnis befindet sich in der Eingangshalle des Pfarrheims.