Daniels, Hans

Aus Stadtlexikon-Bonn

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Hans Daniels (* 11. Dezember 1934 in Düsseldorf), CDU-Politiker, Oberbürgermeister von 1989–1994.

Hans Daniels ist der Sohn des früheren Oberbürgermeisters Wilhelm Daniels. Nach dem Abitur 1952 studierte er Mathematik, Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft in Bonn, München und Genf. Er legte 1955 das erste juristische Staatsexamen ab, promovierte 1957 zum Dr. rer. pol. und beendete das Studium 1959 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen. Von 1960 bis 1962 war er als Notarassessor und anschließend – wie auch sein Vater und sein Bruder– als Notar in Bonn tätig.

Daniels war von 1961 bis 1999 Ratsmitglied der Stadt Bonn, von 1970 bis 1983 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags und von 1983 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 1975 bis 1994 amtierte er als Oberbürgermeister der Stadt Bonn. Daneben war er von 1989 bis 1994 stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetags. 1994 verlor Daniels das Oberbürgermeisteramt nach der Wahlniederlage der CDU an Bärbel Dieckmann (SPD).

Während Daniels' Amtszeit als Oberbürgermeister fiel am 20. Juni 1991 die Entscheidung des Deutschen Bundestags, seinen Sitz und den Sitz der Bundesregierung infolge der Deutschen Wiedervereinigung nach Berlin zu verlegen.

2004 verlieh ihm die Stadt Bonn und 2009 die Universität Bonn die Ehrenbürgerwürde.