Erdmann-Macke, Elisabeth

Aus Stadtlexikon-Bonn

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August Macke: Frau Macke mit Hut, 1909

Elisabeth Erdmann-Macke, geb. Gerhardt (* 11. Mai 1888 in Bonn; † 17. März 1978 in Berlin), Ehefrau des Bonner Malers August Macke.

Die Bonner Fabrikantentochter Elisabeth Gerhard heiratete 1909 den Maler August Macke. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Walter und Wolfgang, hervor. Nachdem Macke 1914 in Frankreich gefallen war, heiratete sie 1916 den Publizisten Lothar Erdmann, einen Schulfreund ihres Mannes, mit dem sie zwei weitere Kinder hat. 1925 zog die Familie Erdmann-Macke nach Berlin. Der älteste Sohn Walter starb 1927, der Ehemann Lothar Erdmann 1939 im KZ Sachsenhausen. 1948 kehrte Elisabeth Erdmann-Macke nach Bonn zurück und lebte bis 1975 im Atelier August Mackes. 87-jährig zog sie zu ihren Kindern Dietrich und Constanze Erdmann nach Berlin, wo sie 1978 starb.

1962 publizierte Elisabeth Erdmann-Macke ihre »Erinnerungen an August Macke«, die sie bereits 1915 begonnen hatte, um ihren Söhnen »ein Bild ihres Vaters zu bewahren«. In den 1970er Jahren verfasste sie persönliche Erinnerungen an Begegnungen mit Menschen, die für sie, aber auch für die damalige Gesellschaft und die Kunstszene von Bedeutung waren, darunter Robert und Sonia Delaunay, Louise Dumont und Gustav Lindemann, Lyonel Feininger, Paul Hindemith, Paul und Lily Klee, Franz und Maria Marc, Herwarth Walden und Mary Wigman. Die »Begegnungen« wurden 2010 von Margarethe Jochimsen und Hildegard Reinhardt herausgegeben und kommentiert.

Werke: