Königshusaren

Aus Stadtlexikon-Bonn

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Die Königshusaren waren ein preußisches Kavallerieregiment, das von 1852 bis zum Ersten Weltkrieg in Bonn stationiert war.

1815 in Wreschen [Września] an der Oder aus Teilen eines älteren schlesischen Regiments aufgestellt, kam das Husarenregiment Nr. 7 1852 schließlich nach Bonn und erhielt daher 1860 den neuen Namen 1. Rheinisches Husaren-Regiment Nr. 7. Als sein Chef Prinz Wilhelm von Preußen 1861 den preußischen Königsthron bestieg, wurden aus den Husaren die Königshusaren.

Untergebracht war das Regiment zunächst in der früheren Kaserne am heutigen Friedensplatz, 1883 in der neuen Loë-Kaserne an der Drususstraße in Bonn-Nord (1969 abgerissen). Wenn die Husaren auf dem Weg zu ihrem Exerzierplatz auf dem »Sand« in Tannenbusch, damals noch weit außerhalb der Stadt, die Ziegeleien passierten, hörten sie den Arbeitsruf der Ziegelbäcker »Lehm op«, den sie als Schlachtruf übernahmen.

Das an allen Kriegen der damaligen Zeit beteiligte Regiment stand in Bonn in hohem Ansehen. Noch lange nach seiner Auflösung 1918 fühlten sich die Ehemaligen mit Bonn so verbunden, dass sie 1962/63 ein Denkmal stifteten. Es befindet sich am Alten Zoll, auf halber Höhe der Treppe zum Rheinufer (→ Husarendenkmal). Das 1930 errichtete Reiterstandbild auf dem Münsterplatz existiert seit 1945 nicht mehr.

Bedeutende Angehörige des Regiments waren der Generalfeldmarschall Walter von Loë, Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe und der Reichskanzler Bernhard von Bülow.