Loë, Walter

Aus Stadtlexikon-Bonn

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Walter von Loë (* 9. Sept. 1828 auf Schloss Allner in Hennef an der Sieg; † 6. Juli 1908 in Bonn), preußischer Generalfeldmarschall und Generaladjutant; 1867–1871 Kommandeur der Bonner Königshusaren.

Der aus einer reichsfreiherrlichen katholischen Familie stammende Walter von Loë besuchte die Ritterakademie in Bedburg, studierte dann in Bonn und diente als Einjährig-Freiwilliger im 5. Ulanenregiment. 1848 trat er in die schleswig-holsteinische Armee ein und wurde Offizier. 1849 wechselte er zur preußischen Armee, machte einige Kriege mit und stieg – teils in militärischen, teils in diplomatischen Verwendungen – immer weiter auf, 1880 wurde er Generaladjutant des Kaisers, 1905 schließlich Generalfeldmarschall, der einzige katholischer Konfession des Kaiserreiches.

In Bonn war er seit 1867 Kommandeur der hier stationierten Königshusaren, die er auch im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 siegreich führte. In Bonn ist er auch gestorben, am 6. Juli 1908.

Die Stadt ehrte Loë schon 1897 mit der Ehrenbürgerwürde. In der Südstadt ist eine Straße nach ihm benannt, die Loëstraße zwischen Weberstraße und Königstraße.

Leopold von Schlözer: Generalfeldmarschall Freiherr von Loe. Berlin 1914