Macke, August

Aus Stadtlexikon-Bonn

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August Macke, Selbstporträt mit Hut, 1909

August Macke (* 3. Januar 1887 in Meschede, Hochsauerland; † 26. September 1914 bei Perthes-lès-Hurlus, Frankreich), einer der bekanntesten deutschen Maler des Expressionismus; beteiligt an beiden Ausstellungen des »Blauen Reiters«.

Der seit 1900 in Bonn lebende August Macke besuchte das Realgymnasium in der Doetschstraße, das er aber ohne Abschluss verließ, um in Düsseldorf Kunst zu studieren. Am 5. Oktober 1909 heiratete August Macke die Bonner Fabrikantentochter Elisabeth Gerhardt. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor: Walter und Wolfgang.

Im Februar 1911 beziehen die Mackes das Wohnhaus in der Bornheimer Straße 88 (heute 96), das heutige August-Macke-Haus. Hier entstehen viele der wichtigsten Gemälde des Künstlers.

In den folgenden Jahren ist Macke an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt, u.a. an der Wanderausstellung »Blauer Reiter« und kann seine Werke erfolgreich verkaufen.

Wenige Tage nach Beginn des Ersten Weltkriegs zum Militärdienst eingezogen, fällt August Macke nach schweren Gefechten am 26. September 1914 an der Westfront bei Perthes-les-Hurlus in der Champagne. Er liegt auf dem Soldatenfriedhof von Souain begraben.

Das August-Macke-Haus in der Bornheimer Straße ist heute Museum. Viele seiner Bilder befinden sich im Kunstmuseum Bonn.

Lit: Astrid von Friesen: August Macke: ein Maler-Leben. Hamburg 1989, ISBN 3-89234-144-3 · Elisabeth Erdmann-Macke: Erinnerungen an August Macke. Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-25660-0