Messinger, Josef

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Josef Messinger (* 1907 in Beuel; † 11./12. Juli 1933 in Bonn), Bonner Kommunist und NS-Opfer.

Josef Messinger war am 7. Dezember 1930, dem »blutigen Sonntag«, an Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten vor der Beethovenhalle beteiligt, bei denen der SA-Mann Klaus Clemens durch einen Kopfschuss tödlich verletzt wurde. Messinger wurde des Mordes beschuldigt und verhaftet, vom Gericht aber 1931 freigesprochen. Am 1. März 1933 verhafteten ihn die Nazis erneut und brachten ihn in das Gefängnis in der Wilhelmstraße. Dort wurde Messinger so schwer misshandelt, dass er an den Folgen der Folter starb. In der Öffentlichkeit wurde das Gerücht verbreitet, er habe Selbstmord begangen.

In Beuel-Limperich erinnert ein Stolperstein an ihn.