Preußen, Viktoria

Aus Stadtlexikon-Bonn

Wechseln zu: Navigation, Suche
Viktoria zu Schaumburg-Lippe
Bundesarchiv, Bild 102-08649 / cc-by-sa

Viktoria von Preußen (* 12. April 1866 in Potsdam; † 13. November 1929 in Bonn) war die jüngere Schwester Kaiser Wilhelms II.

Verheiratet war Viktoria mit dem Prinzen Adolf zu Schaumburg-Lippe, mit dem sie seit 1891 das Palais Schaumburg bewohnte. Nach dessen Tod 1916 vereinsamt und zunehmend exzentrisch geworden, heiratete sie 1927 den 34 Jahre jüngeren russischen Hochstapler Alexander Zoubkoff, der schon im folgenden Jahr nach Luxemburg ausgewiesen wurde. Viktorias Vermögen nahm er größtenteils mit sich.

Die fürstliche Familie entzog der hochverschuldeten Viktoria daraufhin ihr Wohnrecht im Palais und ließ ihre gesamte Habe versteigern. Viktoria blieb in Bonn wohnen und veröffentlichte im Bonner General-Anzeiger ihre Memoiren.

Nach Viktoria zu Schaumburg-Lippe wurde 1906 das erste Bonner Hallenbad, das Viktoriabad, benannt.

Viktoria Zoubkoff: Was mir das Leben gab – und nahm. Mit einem Nachwort von Horst-Jürgen Winkel. Bonn 2005, ISBN 3-416-03071-0